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Wasserstoff - die Alternative zum Elektroauto

Wasserstoff - die Alternative für die Elektromobilität



Die führenden Industrienationen unterstützen zur Senkung der CO2 -Emissionen die Elektromobilität,

wobei bei Batteriefahrzeugen eine negative Ökobilanz in Kauf genommen wird.

Es gibt eine ökologisch gesehen wesentlich bessere Technologie für Elektromobile, die

Brennstoffzellentechnik.

In einer Brennstoffzelle reagiert ein kontinuierlich zugeführter Brennstoff (z. B. Wasserstoff

aus der Elektrolyse) mit einem Oxidationsmittel (Sauerstoff aus der Luft).

Dabei entstehen Strom, Wasser und Wärme. Diese elektrochemische Reaktion wird auch

als „kalte Verbrennung“ bezeichnet und ist besonders effizient. Eine Brennstoffzelle steht für

emissionsfreie Mobilität. Aus dem „Auspuff“ eines Brennstoffzellen-Mobils emittiert nur noch

Wasserdampf. Diese Fahrzeuge sind somit als Klimaneutral anzusehen.

Es gibt unterschiedliche Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff. Dieser kann aus Kohlenwasserstoffen

oder aus Wasser gewonnen werden. Durch die elektrolytische Spaltung

des Wassers entsteht unter Zuführung von Energie Wasserstoff und Sauerstoff. Das Verfahren

macht nur Sinn, wenn neben dem Wasserstoff auch der Sauerstoff genutzt wird. Der

energetische Wirkungsgrad der Elektrolyse liegt bei über 70 %. Für eine gesamt positive

Ökobilanz von Brennstoffzellen-Mobilen sollte der eingesetzte Strom aus erneuerbaren

Energien kommen.

Batterie betriebene Fahrzeuge sind neben Lithium auf eine Vielzahl anderer seltener Rohstoffe

angewiesen. Das Recycling dieser Batterien ist mit etwa 10 % noch in den Anfängen.

Brennstoffzellen-Mobile benötigen einige wenige Rohstoffe wie z. B. Platin. Die weltgrößten

Platin-Vorkommen befinden sich im Bushveld/Süd Afrika. 2017 betrug die Platin-Förderung

143 t. Die Reserven werden mit 63.000 t angegeben. Kritiker am Brennstoffzellen-Mobil

werfen die hohen Kosten für Platin in die Diskussion.

Hier ein Beispiel: Ein 100 KW starker Motor benötigt z. Z. 15 g Platin. Der aktuelle Platinpreis

beträgt 25,00 € pro Gramm. Daraus resultieren 375 € für das Platin in der Brennstoffzelle.

Die hohe Recyclingrate - größer 50 % - von Platin aus Brennstoffzellen stellt darüberhinaus

einen wichtigen Faktor in der Ökobilanz dar.

Seit den 1990er Jahren erforschen und testen Automobilkonzerne Brennstoffzellen Autos.

Die hohen technischen Anforderungen, die Kosten und die Politik verhinderten in Deutschland

jedoch bisher den massenhaften Einsatz der Brennstoffzelle. Dagegen ist die Entwicklung

in Asien eine ganz andere. Toyota und Hyundai fahren die Jahresproduktion von

Brennstoffzellen Autos momentan auf 10 000 Stück hoch. Hyundai will die Jahresproduktion

des alternativen Antriebs bis 2030 auf 700 000 Stück hochfahren.

Quintessenz: Die Deutsche Autoindustrie verschläft die Brennstoffzelle und damit einen wesentlichen

Beitrag zum Klimawandel.

https://www.vde.com/resource/blob/…/studie-brennstoffzelle-data.pdf

Dr. Eckart Hilmer