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Energiewende auf dem Land

Wie wäre es denn mit Biogas? Podiumsdiskussion am 12. November 2026 ab 18:30 Uhr in der Burg Overbach

Symbolbild einer Biogasanlage, KI-generiert mit OpenAI / ChatGPT

Unser Landtagskandidat Uwe Steiniger lädt ein zu einer Diskussion um ein weiteres Zukunfts-Thema, welches uns Bürger angesichts der Situation am Energiemarkt drängernder denn je interessiert: Die Energiewende!

Die meisten von uns sprechen sich dafür aus, haben aber Angst vor Wohlstandsverlust und persönlichen Konsequenzen. Darüber möchten wir reden!

Die Zukunft von Biogasanlagen in Deutschland ist durch einen harten Strukturwandel gekennzeichnet: Während viele ältere Anlagen nach dem Auslaufen der 20-jährigen EEG-Förderung vor dem Aus stehen, wandelt sich die Rolle moderner Anlagen hin zu flexiblen Speicher- und Systemdienstleistern für die Energiewende.

Die aktuellen Herausforderungen

  • Auslaufende EEG-Verträge: Für die erste Generation von Anlagen (oft aus der Aufbauphase ab 2004-2006) fallen die festen Vergütungen von rund 21 Cent pro Kilowattstunde weg. Am freien Markt sind oft nur noch geringe Erlöse (ca. 7 Cent/kWh) erzielbar.
  • Strenge Vorgaben beim Substrat („Maisdeckel“): Der Einsatz von Silomais wird weiter zurückgedrängt (maximal 25-30% erlaubt). Betreiber müssen auf Gülle, Mist, Zwischenfrüchte oder Bioabfälle umstellen, die aber oft eine geringere Gasausbeute haben oder höhere Logistik- und Transportkosten verursachen.
  • Umrüstzwang zur Flexibilisierung: Wer weiter Strom einspeisen will, muss oft in größere Gasspeicher und steuerbare Blockheizkraftwerke (BHKW) investieren, um gezielt in Dunkelflauten oder bei hoher Nachfrage Strom zu liefern und bei Überversorgung abzuschalten. [1, 2, 3]

Neue Perspektiven und Geschäftsmodelle

  • Strom aus der Flex-Reserve: Laut dem Fachverband Biogas und politischen Initiativen (wie im Koalitionsvertrag von CDU/CSU & SPD) wird die steuerbare Stromerzeugung zur Netzstabilisierung bei Wind- und Sonnenflaute wichtiger.
  • Biomethan und Grüngas: Die Aufbereitung von Biogas zu Biomethan (Bioerdgas) sowie die Beimischung von Grüngas zum Erdgasnetz (ab 2029 gesetzlich vorgeschrieben) bieten neue Absatzwege.
  • Regionale Produkte und Wärme: Viele Anlagen sichern das Überleben durch die direkte Wärmeversorgung von Ortschaften und kommunalen Netzen sowie die hochwertige Nutzung von Gärresten als klimafreundlicher Düngerersatz.
  • Regionale Förderungen: Bundesländer wie Baden-Württemberg unterstützen mit Programmen wie Zukunft Biogas Plus gezielt die Reststoffverwertung und Bio-LNG/CNG-Produktion.

Darüber möchten wir reden! Auf dem Podium mit Sandra Weeser, Energiepolitische Sprecherin FDP Koblenz, Markus Wipperfürth, Biogasanlagen-Betreiber und Social Media Star und Uwe Steiniger. Moderator ist Niko Gräfrath, Vors. FDP Much..

Ihre FDP Much

Fyler 12.10.26