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E-Autos-ein ökologischer Fortschritt?

Elektroautos, ein ökologischer Fortschritt?



Elektroautos werden als emissionsfrei bezeichnet, weil sie im Gegensatz zu Fahrzeugen mit

Verbrennungsmotoren weder CO2 noch NOx erzeugen.

Bei einer Gesamtökobilanz von E-Mobilen gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren

müssen jedoch auch alle bei der Produktion entstehenden Emissionen von der Rohstoffgewinnung

bis zum fertigen Fahrzeug berücksichtigt werden.

Keine seriös aufgestellte Ökobilanz für Batteriemobile wiederholt die politische Fiktion,

Elektrogefährte seien klimaneutral.

Das größte Bauteil des Elektroautos ist mit mehreren hundert Kilo Gewicht die Batterie, das

klimaschädlichste Bauteil des Wagens. Das für die Batterie verwendete Lithium zerstört in

Südamerika fragile Ökosysteme.

Durch die bergmännische Gewinnung der Lithiumsalze aus den Solaren (Salzseen) des

Altiplano in Chile, Argentinien und Bolivien - diese Salzseen beinhalten etwa 70 % der Lithium

Vorräte der Welt - wird eine Fläche von etwa 100.000 km² zur Wüste. Allein die Salinas

Grandes in Argentinien haben eine Fläche so groß wie der Bodensee.

Zur Förderung der Lithium haltigen Salzmasse pumpt der Bergbau allein aus einer Bohrung

55 l/sec Frischwasser aus dem tieferen Untergrund und leitet dieses Wasser in große Becken

zur Verdunstung. So verdunsten 10 Milliarden Liter Wasser pro Jahr. Übrig bleibt ein 6

% Lithium Konzentrat, welches weiter aufbereitet werden muss. Für diese Aufbereitung

werden weitere Millionen Frischwasser und zusätzlich toxische Chemikalien eingesetzt.

Durch die Verdunstung des Grundwassers geht der Region das Wasser für immer verloren.

Das gesamte Ökosystem dieser ariden Region ist bedroht.

Für die Produktion von Elektrofahrzeugen werden zusätzliche Rohstoffe wie Kobalt, Kupfer,

Graphit und Seltene Erden gebraucht. Die Summe der Umweltbelastung durch alle bei der

Herstellung verwendeten Materialien ist bei der E-Mobilität im Vergleich zu Verbrennungsmotoren

doppelt so hoch (Institut für Klimaforschung, Wuppertal).

Hier noch einige Zahlen aus diversen Studien:

Bei der Herstellung einer 100 KWh Batterie sind bereits 17 Tonnen CO2 emittiert. Bei der

Produktion einer Lithium Batterie werden pro KWh 150 - 200 kg CO2 freigesetzt.

Unter dem Strich sind Elektromobile keineswegs umweltfreundlicher als Benziner oder Diesel.

Für eine bessere Luft in Deutschland nehmen wir kollaterale Schäden in anderen Ländern

in Kauf!

Dr. Eckart Hilmer